Presse: Bericht Neue Luzerner Zeitung

26.01.2001

Jugendliche aktivieren ihre Talente

Etwa 60 Kantischüler und weitere Jugendliche haben eine eigene Version des Musicals «Sister Act» erarbeitet ­ in ihrer Freizeit.

An der Kantonsschule Luzern gibt es ein grosses Potenzial von Talenten, die sich als Musiker, Tänzer, Sänger, Darsteller, Kulissenmaler, Kostümschneider, Techniker (und natürlich auch -innen) aktivieren liessen. Diese Feststellung machten Jugendliche an der Kantonsschule Luzern, nachdem sie in den letzten zwei Jahren mit dem Stück «Götterspektakel» und der Musical-Version von «Animal Farm» erste Erfahrungen gemacht hatten .

«Sister Act 2» als Vorlage

Sie beschlossen, die mehrheitlich hauseigenen Kräfte zu bündeln und sich von der Einbettung solcher Projekte in ein Schwerpunkt- oder Freifach zu lösen. Sie gründeten den Verein «Musical Fever» mit dem Ziel, gemeinsam und eigenständig eine Musical-Produktion auf die Beine beziehungsweise Bühne zu stellen.
Zur Aufführung gewählt wurde eine Musical-Version des Films «Sister Act 2», die bearbeitet und mit zusätzlichen Rollen und Songs ergänzt wurde. «Der Stoff bietet viele Möglichkeiten, die verschiedenen Talente der Mitwirkenden einzusetzen, und ist unbeschwert von politischen Inhalten», meinen Regisseur Lorenz Ulrich (5. Klasse) und der musikalische Leiter Raffael Zelger (Maturand), die mit den 14- bis 20-Jährigen die Aufführung einstudierten.
Die Hauptrolle der Sister Clarence spielt die stimmbegabte Raya Krähenbühl, die schon mehrmals auf der Kanti-Bühne brillierte. Seit den letzten Herbstferien wird geprobt, werden technische Anlagen beschafft und eingerichtet, Kostüme genäht, Sponsoren angegangen ­ alles in Eigenverantwortung und in der Freizeit.

Zusammenhalt wird gestärkt

Jetzt, kurz vor der heutigen Premiere, bestätigen die Vereinsmitglieder von «Musical Fever»: «Es macht Spass und stärkt den Zusammenhalt unter verschiedenen Klassen und Gruppen, selbstständig eine Bühnenproduktion aufzubauen.» Das wollen die Musical-Fans künftig mit jährlich einem neuen Projekt weiterführen.
(Eva Roelli)