PRESSE: Neue Luzerner Zeitung

23.02.2013

Lebenslust, Schmerz und Liebe reissen mit 

Der Verein Musical Fever bringt «Notre Dame» auf die Bühne – und überzeugt mit viel Leidenschaft.

Die Geschichte des Glöckners von Notre Dame diente dieses Jahr dem Verein Musical Fever als Vorlage für sein neues Musical mit dem Titel «Notre Dames Kinder». Entstanden ist ein gut zweistündiges Stück, das von Beginn weg mit seinen neu interpretierten 17 Songs – unter anderem von Mika, Edith Piaf und Adele – mitreisst. Schauplatz ist Paris im Jahr 1484, die Menschen versammeln sich vor der Notre Dame, um den Narrenkönig zu wählen. Die Kathedrale wurde vom Bühnenbau-Team so geschickt gebaut, dass die Kulisse nicht nur in wenigen Minuten zum Zigeunerdorf umgebaut werden kann, sondern auch das 25-köpfige Orchester auf dem oberen Plateau Platz findet, das live spielt.

Neuer Regisseur ist beeindruckt

Die 21 jungen Darsteller verdienen alle ein grosses Lob für ihre Bühnenpräsenz, ihre Leidenschaft, die sie ausstrahlen, und ihr gesangliches und tänzerisches Können. Die monatelange Arbeit seit letztem August zeigt sich in jeder Szene. Emotionen wie Lebenslust, Trauer, Schmerz oder Liebe werden eindrücklich gezeigt. Auch die Chorlieder und die Tanzszenen reissen mit. Die bunten Kostüme im Gipsy-Stil machen aus dem Gesamtbild einen Augenschmaus. Da fliegen die weiten Röcke, Tücher und Bänder werden geschwungen und sogar sportlich ambitionierte Räder geschlagen.

Benjamin Barmettler führt zum ersten Mal Regie und hat seine Aufgabe bravourös gemeistert. Ein Zwischenjahr zwischen Matura und Studium hat ihm das nötige Zeitfenster dafür ermöglicht. An der Hauptprobe zeigte er sich in der Pause beeindruckt: «Der Unterschied zwischen der ersten Probe und dem, was hier heute gezeigt wird, ist krass. Diese Entwicklung muss ich erst fassen und für mich verarbeiten.»

80 aktive Mitglieder

Der Verein Musical Fever besteht aus 220 Jugendlichen zwischen 13 und 25 Jahren. Rund 80 Mitglieder sind aktiv an der aktuellen Produktion beteiligt. Beitreten können auch junge Menschen, die nicht die Kantonsschule besuchen. So wie Gilda Laneve (20), welche die Hauptrolle der schönen Esmeralda sehr talentiert ausfüllt. «2011 besuchte ich eine Aufführung und trat spontan dem Verein bei. Dieses Jahr darf ich in meiner zweiten Produktion die Hauptrolle spielen.» Da sie die Jazz-Schule Luzern absolviert, gelingt es ihr auch gut, Ausbildung und Hobby unter einen Hut zu bringen. Heute Abend ist Premiere.

Yvonne Imbach

 

 

PRESSE: Luzerner Rundschau

08.02.2013

LUZERN 80 Jugendliche inszenieren «Notre Dames Kinder»

Der Verein Musical Fever probt in den Räumlichkeiten der KSA und führt in der hauseigenen Aula auf. Die jugendlichen Mit­glieder führen in diesem Jahr eine freie Inszenierung von «No­tre Dames Kinder» auf.

Wir schreiben das Jahr 1484 in Pa­ris. Die Bevölkerung macht sich auf, den alljährlichen Narrenkönig zu krönen. Im Vorfeld des Tumultes er­zählt der junge Poet Pierre Gringoi­re die schauerhafte Geschichte des Glöckners der Kathedrale Notre­Dame.

Quasimodo am Narrenfest

Während dem Stadtfest beobachtet der Glöckner, Quasimodo, das Ge­schehen von der Notre-Dame aus. Er bittet seinen Adoptivvater Frollo nur für einen Tag um Auslass, was ihm jedoch aufgrund seines hässli­chen Aussehens wieder ausgeredet wird. Trotz des Verbotes wagt sich Quasimodo dank der Überzeu­gungskraft der drei Statuen ans Narrenfest. Ohne Absicht teilzu­nehmen, wird Quasimodo zum Narrenkönig gewählt. Als auffliegt, dass seine Visage echt ist, wird er von seinem Patron Frollo auf die Notre-Dame geschleppt.

Als Wiedergutmachung muss Quasimodo das wunderschöne Zi­geunermädchen Esmeralda für Frollo entführen, der von ihr völlig besessen ist. Esmeralda, ihre kleine Schwester Djali und der Philosph Gringoire sind unterdessen in einer Gasse und tanzen. Als der von Frol­lo geschickte Quasimodo auftaucht und Esmeralda zu packen versucht, tritt der Hauptmann Phöbus herbei und rettet Esmeralda vor dem Kid­napper. Quasimodo wird abge­führt, Esmeralda und Djali fliehen und Gringoire folgt ihnen unauffäl­lig. Als Gringoire ins Hauptquartier der Zigeuner eintrat, wird er festge­nommen und zum Tode verurteilt, falls sich keine Zigeunerin bereiter­klären würde, Gringoire zu heira­ten. Djali meldet sich, um den ar­men Poeten vor dem Tod zu retten.

Esmeralda am Pranger

Am folgenden Tag trifft Phöbus mit seiner Verlobten und deren Damen wieder auf die Zigeunergruppe. Als nur noch Phöbus und Esmeralda zusammen sind, versucht dieser, sie zu vergewaltigen.

Frollo, der die ganze Untat beob­achtet hat, ersticht den Hauptmann von hinten um seine Esmeralda zu retten, worauf diese in Ohnmacht fällt. Als einzige Verdächtige wird sie festgenommen und zum Pran­ger gebracht. Quasimodo, der sich in Esmeralda verliebt hat, stürzt sich von der Notre-Dame, befreit Esmeralda und trägt sie zu sich in die Notre-Dame. Gringoire und Dja­li sind völlig ausser sich und bitten die Zigeunerkönigin Clopine um Hilfe, damit Esmeralda befreit wer­den kann.

Währenddessen ist die Mutter, die ihr Kind vor der Notre-Dame verloren hat, am beten und ent­deckt Esmeralda. Ohne zu zögern meldet sie die gesuchte Zigeunerin bei Frollo, worauf dieser in die Not­re- Dame einfällt und Esmeralda mitnimmt. Am kommenden Tag wird Esmeralda an den Galgen ge­bracht. Quasimodo wird zur Strafe an der Notre-Dame vor dem Richt­platz angekettet. Während der Hin­richtung Esmeraldas bemerkt die Mutter den umhängenden Schuh um Esmeraldas Hals, worauf sie er­kennt, dass es sich um den Schuh ihres verlorenen Kindes handelt.

Der Countdown läuft. Werden die Zigeuner noch eingreifen kön­nen und überlebt die wunderschö­ne Esmeralda? Und nicht zuletzt, werden sich Mutter und Tochter wiedersehen? Das Ende bleibt span­nend.

 

 

 

PRESSE: Anzeiger Luzern

29.01.2013

Das Musical-Fieber geht wieder um

Auch dieses Jahr führt der Verein Musical Fever ein Musical in der Kantonsschule Alpenquai auf: In «Notre Dames Kinder» wird das Publikum ins mittelalterliche Paris entführt.

Man schreibt das Jahr 1484. Die Bevölkerung von Paris macht sich auf, den diesjährigen Narrenkönig zu krönen. Der bucklige Glöckner der Kathedrale Notre-Dame, Quasimodo, verliebt sich in das schöne Zigeunermädchen Esmeralda. Als ihr ungerechtfertigterweise ein Mord angelastet und sie zum Tode verurteilt wird, rettet Quasimodo sie und bringt sie in die Kathedrale Notre-Dame. Doch die beiden werden verraten. In letzter Minute wird ein Geheimnis offenbart, das sie beide retten kann.

Über 70 Jugendliche im Alter von 14 bis 26 Jahren arbeiten seit einem halben Jahr daran, das Musical «Notre Dames Kinder», eine freie Umsetzung von Victor Hugos Roman «Der Glöckner von Notre Dame», auf die Bühne zu bringen. Am Samstag, 23. Februar, ist die Premiere. Für die zehn Aufführungen werden über 3200 Zuschauer erwart

Jährlich ein Musical

Nach zwei erfolgreichen Projekten im Jahr 2000 gründeten Schüler der Kantonsschule Alpenquai Luzern (KSA) den Verein Musical Fever. Die Initianten stellten bald fest, dass an der KSA ein riesiges Potenzial an motivierten und talentierten Schülern zu finden ist, sodass grössere Musical-Produktionen ins Auge gefasst wurden. Seither haben die Jugendlichen jedes Jahr ein Musical produziert. Der Verein probt in den Räumen der KSA und führt in der hauseigenen Aula auf. Auf diese Weise wird «Musical Fever» von der Schulleitung unterstützt. Die Organisation, die Leitung und die Ausführung liegen jedoch ausschliesslich bei den Mitgliedern. Im Jahr 2011 wurde der Verein Musical Fever von «Benevol» und von der Albert-Koechlin-Stiftung ausgezeichnet.