Presse: Neue Luzerner Zeitung

17.01.2008

Schüler führen ein «Grusical» für starke Nerven auf

Der Verein «Musical Fever» bringt einen makabren Thriller auf die Kanti-Bühne: «Jekyll and Hyde» handelt von Gen-Manipulation.

Ohne offizielle Bewilligung startet der Arzt Dr. Jekyll einen Selbstversuch: Er will beweisen, dass man im menschlichen Charakter das Gute vom Bösen trennen kann. Doch die Injektion, die er sich selbst verpasst, wird ihm zur Verhängnis: Sein Naturell verändert sich, er wird zum skrupellosen Mörder, vor dem niemand mehr sicher ist - weder der beste Freund, der ihn vergebens zu retten versucht, noch die Ehefrau, noch die ihm ergebene Patientin.

Zehnte Inszenierung

Der Verein «Musical Fever», unter der Regie von Oliver Zürcher, präsentiert nun in seiner zehnten Inszenierung auf der Kanti-Bühne im Alpenquai das Musical «Jekyll and Hyde». Anno 1886 erschien, als Beispiel moderner Horror-Literatur, die Novelle «Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mister Hyde» des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson. Sie wurde die Vorlage für Romanadaptionen, Theaterstücke, 1941 für einen Film und für ein Musical, für das Leslie Bricusse Buch und Text, Frank Wildhorn die Musik schrieb. Es bildete die Grundlage für das Musical «Jekyll and Hyde», das im Alpenquai nun aufgeführt wird.

Alles selber gemacht

Das Motto «Alles selbst machen» wurde wieder eingehalten. Von der Sponsorensuche bis zur Bühnenkonzeption, von der RollengestaJtung bis zu
den Songtexten haben sich die Jugendlichen mit grossem Engagement an der Entwicklung der Produktion beteiligt. «Dies, obwohl es sich hier nicht um "Fun", sondern um ein sehr ernstes Thema handelt», betont der Regisseur. Die Kanti-Schülerin Anja Züst (Produktionsleitung), Samuel Knüsel und Katharina
Thalmann (co-musikalische Leitung) ergänzten das Leitungsteam. Die zweistündige Inszenierung gibt dem jugendlichen Ensemble, aber auch den einzelnen Rollenträgerinnen und -trägern Gelegenheit, ihre darstellerischen und gesanglichen Fähigkeiten zu testen und einzusetzen. So ernst das Thema auch ist - die Musical-Atmosphäre wird dennoch spürbar. Es wird gesungen und getanzt, die Szenerie wechselt vom Labor in den Nachtclub und vom Salon auf die Strasse, wo Dr. Jekyll schliesslich sein unseliges Ende findet. Auch das im
Hintergrund platzierte, animiert musizierende Orchester ist gut in die Inszenierung integriert.

(Eva Roelli)

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Presse: Anzeiger Luzern

7. Januar 2009

Musical Fever blickt hinter die Fassade

Viele können es kaum erwarten: Das neue Stück von Musical Fever an der Kanti Alpenquai startet am 16. Januar. Die Geschichte von Dr. Jekyll und Mister Hyde ist ein Horror-Klassiker. Der Verein Musical Fever bringt unter dem Titel «Behind the Facade» die Musical Version auf die Bühne der Kantonsschule Alpenquai in Luzern. Die Fassung von Lesbe Bricusse und Frank Wildhorn wurde erstmals 1990 in Hauston, Texas aufgeführt. Der Verein Musical Fever ist - modern gesprochen - ein Spin-off des Schwerpunktfaches Musik an der Kantonsschule Luzern und wurde vor rund neun Jahren gegründet. Heute besteht Musical Fever aus mehr als 120 Jugendlichen im Alter von 13 bis 24 Jahren. Einmal pro Jahr kommt eine Produktion zur Auffuhrung.

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